Unterschiedliche Gefühlslagen bei den Aktiven des FC34: Die Erste musste sich nach drei ungeschlagenen Spielen bei Germania Weilbach mit 1:2 geschlagen geben. Die Zweite erkämpfte sich dagegen beim Aufstiegsanwärter FC Freudenberg nach einem 2:4-Rückstand noch ein starkes 4:4.
Erste: Überzahl bleibt in Weilbach ungenutzt
Mit viel Selbstvertrauen war die Erste Mannschaft nach drei Spielen ohne Niederlage zu Germania Weilbach gereist. Doch schon beim Aufwärmen fehlten nach Einschätzung der sportlichen Leitung die letzte Konzentration und Konsequenz. Ein Eindruck, der sich später auch im Spiel bestätigen sollte.
Die ersten 20 Minuten verliefen weitgehend ereignislos. Dann rückte der Fußball zunächst in den Hintergrund: Ein Weilbacher Spieler trat einem Bierstadter ohne Chance auf den Ball heftig auf den Knöchel. Der Schiedsrichter reagierte konsequent und zeigte Rot.
Mehr als eine Stunde in Überzahl und eigentlich beste Voraussetzungen für den FC34. Doch Weilbach stellte sich tief, verteidigte kompakt und setzte auf schnelle Gegenangriffe. Diese Taktik ging bereits in der 25. Minute auf. Ein Konter brachte den Gastgebern das 1:0. Bierstadt hatte zwar mehr Ballbesitz, fand gegen die dicht gestaffelte Defensive aber kaum Lösungen. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag: Wieder schaltete Weilbach schnell um und erhöhte in der 42. Minute auf 2:0.

Nach deutlichen Worten von Trainer Rene Keutmann in der Kabine kam der FC34 entschlossener aus der Pause. In der 52. Minute führte der Druck zu einem Foulelfmeter, den Marcel Krabler sicher zum 1:2 verwandelte.
Wer nun auf die Wende hoffte, wurde enttäuscht. Trotz Überzahl und hoher Ballbesitzanteile gelang es Bierstadt kaum noch, gefährlich vor das Weilbacher Tor zu kommen. Die Gastgeber verteidigten mit großem Einsatz ihren Vorsprung und brachten das 2:1 über die Zeit.
Eine ärgerliche Niederlage, aus der es nun die richtigen Konsequenzen zu ziehen gilt. Die Gelegenheit zur Reaktion bietet sich schnell: Für den FC34 stehen als Nächstes zwei Heimspiele auf dem Programm.
U23: Von 1:0 über 1:2 und 4:2 zum 4:4
Ganz andere Gefühle herrschten bei der U23. Beim „selbst erklärten Aufstiegsanwärter“ FC Freudenberg bewies die junge Bierstadter Mannschaft einmal mehr, dass sie auch gegen die Spitzenteams der Kreisliga A bestehen kann.
Nach einem holprigen Beginn geriet der FC34 zunächst mit 0:1 in Rückstand. Doch die Mannschaft von Trainer Timo Sieben fand zunehmend besser in die Partie und drehte sie noch vor der Pause. Max Wartenberg und Jermaine Giotitsas sorgten für die 2:1-Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel folgte allerdings die schwächste Phase der Bierstadter. Zwischen der 46. und 65. Minute kassierte die U23 drei Gegentreffer. Aus einer Führung war plötzlich ein 2:4-Rückstand geworden.
Doch wie bereits beim 2:2 gegen Schierstein 13 ließ sich die Mannschaft davon nicht unterkriegen. Bierstadt warf noch einmal alles nach vorne und wurde für seine Moral belohnt. Innerhalb von nur zehn Minuten stellten Tim Haberland und Adam Ben Lghazi auf 4:4.
In der Schlussminute bot sich sogar noch die Gelegenheit zum Siegtreffer. Der fiel zwar nicht mehr, doch nach dem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand fühlte sich das 4:4 wie ein gewonnener Punkt an.
Die Erkenntnis für Trainer Timo Sieben fällt entsprechend zweigeteilt aus: Seine junge Mannschaft kann gegen die Topteams der Liga mithalten, muss aber noch daran arbeiten, ihre Leistung über die kompletten 90 Minuten konstant abzurufen. Auf Einsatz und Moral lässt sich dagegen aufbauen, denn schließlich hat die U23 nun in zwei Spielen hintereinander einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt.